Pflegekräfte kommen und gehen. Manche sind nur wenige Wochen bei mir gewesen – andere blieben Jahre. Gründe zu gehen gibt es viele. Ab und an gab es Konflikte, oft sind es aber Gründe, die nichts mit mir zu tun haben wie der Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber, Umzug in eine andere Stadt oder der generelle Ausstieg aus der (Itensiv-) Pflege. So oder so bleibe ich zurück.
Bei der Pflegekraft ändert sich der Arbeitsort aber sonst geht das Leben weiter, die Privatsphäre wird nicht tangiert. Bei mir ist das anders. Es kommt wieder ein neuer Mensch in mein Leben, dem ich vertrauen muss. Das betrifft zuerst den Punkt der reinen Versorgung aber dann kommt alles andere, was mich ausmacht. Ich muss wieder offen sein. Mich und mein Leben erklären.
An manchen Tagen, in manchen Phasen ist das einfach. An anderen Tagen, in andere Phasen ist es das nicht.
Nach jedem kommen wird auch wieder das gehen folgen, was auch okay ist aber was bitter wird wenn das wortlos geschieht. Wenn die Pflegekraft nach knapp 5 Jahren aufhört und in ihrer letzten Schicht noch nicht mal Tschüss sagt.
Ich bin sprachlos. Schockiert wäre nicht das richtige Wort aber irritiert bin ich doch immer wieder…
