21.08.2019 Die letzte Woche hat mich an Grenzen gebracht. Der Gedanke kein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben mehr führen zu können, nagt immer noch an mir. Obwohl es inzwischen ruhiger wird, weil über die Proteste gegen das RISG berichtet wird und es auch ein paar positive Reaktionen gibt und v.a. das Bewusstsein wächst, nicht allein zu sein.. Trotzdem wühlt es immer noch in mir. ich habe weiterhin schlaflose Nächte.
Erinnerungen brechen wieder hervor. Notfälle kommen hoch. Das ganze Thema Leben mit Kanüle stellt sich noch einmal in Frage. Es kommen Gedanken wieder nach oben, die ich seit 5 Jahren nicht mehr hatte.
22.08.2019 Es kommt Bewegung in die Sache. Habe eine Antwort von Frau Bentele vom VdK bekommen. Die Geschäftsführerin meines Pflegedienstes schickt mir die Stellungnahme des bad e.V. (in dem sie im Landesvorstad ist).
Fühle mich gerade nicht so allein.
23.08.2019 Ich komme kurzfristig zur Ruhe, kann hier über generelle Themen schreiben. Lasse mich dann noch einmal reizen durch einen Artikel https://www.doccheck.com/de/detail/articles/23084-wachkoma-patienten-beatmet-und-betrogen/comments das muss ich noch abstellen;-)
25.08.2019 endlich ein Tag ohne einen Gedanken zu dem aktuellen Thema. Kann die von mir besuchte Veranstaltung genießen.
26.08.2019 sehe morgens nach dem aufwachen eine Antwort von Jens Spahn in meinen Emailbriefkasten und wundere mich, dass es doch „schlimmer immer“ geht. https://lebenmittrachealkanuele.com/2-brief-an-spahn/
11.09.2019 der Alltag ist zurück. Habe mich mit anderen Dingen beschäftigen müssen, das war gut so. Ich fühle mich sicherer ABER ich erlebe auch, dass das Thema bei Anderen wegrutscht. Diese Anderen haben beruflich mit dem Thema zu tun. Komisch dasss es sie nicht wirklich interesiert andererseits ist es auch nicht das erste Mail, dass ich auf der einen Seite stehe und diese Menschen auf der anderen….
